Sonntag, 16. Februar 2014

Im wunderschönen Brügge (Belgium) gibt es ein kleines Klöppelmuseum...

....und ich habe es für uns "Textilverrückte" besucht.
In meinem letzten Urlaub im Oktober 2013, bin ich mit meinem liebsten Herrn Seidig und einem sehr lieben und langjährigen Freund in ein verlängertes Wochenende nach Belgien gefahren. Ziel war Oostende und Brügge
(welches Brüüüsch ausgesprochen wird, hört sich für mich, als nicht französischsprachig Erfahrenen, sehr fremd an). 
Da ich leider wegen meines Lymphödems noch nicht gut und schon gar nicht lange laufen konnte, haben mich die beiden (zu meinem Glück) in einem Textilmuseum mit integrierter Schule "abgestellt". Es war das www.Kantmuseum.eu in der Peperstraat 3a.
Die Brüsseler Spitze ist ja weltweit sehr berühmt. Dort im Museum habe ich erfahren, das jeder Landesteil Belgiens eine andere Art hat die Spitze zu klöppeln. Die Damen dort erkennen am Muster aus welcher Gegend die geklöppelte Spitze stammt. Für mich faszinierend.....ich dagegen habe nur Bauklötze gestaunt und mich an den wunderschönen, sehr feinen und teilweise auch sehr großflächigen Arbeiten erfreut. 

Mein Handwerk ist das Klöppeln nicht, noch nicht einmal um es auszuprobieren. Dafür bin ich in zu viele andere textile Bereiche eingebunden. Ich bin aber ein großer Fan und Bewunderer der handgeklöppelten Spitzen, für Textilliebhaber lohnt es sich wirklich dort hin zu fahren, am Besten ist ein Besuch am Nachmittag, dann wird dort das Handwerk gelebt (vorgeführt).Nun ein paar Bilder aus dem Museum und dann noch schöne farbige Bilder aus dem Kantlanden:


Es wurde hier sehr gut, für Menschen die noch nie geklöppelt haben, dargestellt wie es funktioniert. (Siehe Bild oben links)
Es sind wunderschöne riesengroße (dreieckstolen Schwarzes Bild in der oberen Mitte) zu bewundern und es werden sehr schöne helle (creme und weiß) und schwarze  Spitzenborden gezeigt. Es waren auch Bilder und Taufkleider zu sehen.
Das Gebäude liegt hinter einer Kapelle und unterstützt durch seine Einfachheit die Eleganz der Werke. Sicher könnte man auch daraus schließen, das früher viel sehr edle Spitze in einfachen Haushalten für wenig Geld, für die edlen Häuser gefertigt wurden.....
Im Eingangbereich bei der Kasse befindet sich der Laden, in dem man auch im Internet kaufen kann.
http://www.kantcentrum.eu/en/webshop/ , er ist sehr modern und 
...........die Farben der Seidenkonen und Baumwollknäule haben mich fasziniert:

......sowieso habe ich mich gefragt, wie so viel Spitze um 1900 herum hergestellt wurde, als sie so modern war. Bei Youtube habe ich meine Antwort bekommen, die Industrielle Revolotion hat auch hier nicht halt gemacht ;o))

http://www.youtube.com/watch?v=9z7ZhP6EBvc

Das waren Maschinen um 1900 hundert herum, die anscheind ähnlich wie ein Jaquardwebstuhl, nähmlich mit Lochkartensystem, funktionierten.

Hier noch ein Link in ein Niederländisches Kant Museum, das Video dort findet Ihr oben rechts:

http://www.museumdekantfabriek.nl/de/besuch/

So, nun freue ich mich, Euch ein kleinen Einblick in ein altes Handwerk gegeben zu haben, welches ich sehr liebe und bewundere.
Ich liebe es, wenn ich reise, mir Textile Besonderheiten der Region an zu schauen, so sind meine Reisen auch immer ein Erkenntnisgewinn in Sachen Textil, den ich gern mit euch teile. Leider hatte ich bisher wenig Zeit alle meine Reiseberichte für den Blog auf zu arbeiten......aber hier nun noch eine kleine....
Vorschau:
Aus dem Jahr 2012, als ich mit Herrn Seidig und seim Bruder in Irland umhergereist bin, folget auch noch ein Bericht aus Kilcar, Donegal der Weberei bei der von der Pike auf (Schafschur)  alles in der Fabrik hergestellt wird.
Es lont sich, also immer mal wieder eine Blogrunde bei mir zu drehen.
Ich bedanke mich für Euer Interesse.......... bis baaaaald !!!

1 Kommentar:

Wiebke T hat gesagt…

demnächst schaue ich alles mal genau an. schöne links , schöne seide hat auch ulli im garnkontor aus den niederlanden und wir haben in tondern auch alte klöppeltradition mit museum und immer wieder große klöppeltage..,aber mein hobby auch nicht...und in brügge war ich schon,aber nicht im museem,da hast du wirklich mehr gesehen..ich habe da lieber schokolade genascht und französisch das liebte ich nicht so als schülerin,so viel grammatik.. aber nach 6 jahren intensiven unterricht leider zuviel davon verlernt...liebe herzliche grüße wiebke !!